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Anträge / Initiativen

Die Staatsregierung wird aufgefordert, dem Landtag zu berichten, mit welchen Maßnahmen der Anteil an Männern in pädagogischen Berufen im Rahmen vorhandener Stellen und Mittel erhöht werden kann. Dabei sind sowohl die Kindertagesbetreuung als auch die Grundschulen zu berücksichtigen. Außerdem ist zu berücksichtigen, inwieweit eine isolierte Marketingkampagne speziell für Männer sinnvoll erscheint.



Kinder profitieren in ihrer Entwicklung von der Präsenz sowohl männlicher als auch weiblicher Vorbilder. Für die Sozialisierung insbesondere der Jungen kann es sich als schwierig erweisen, in einem frauendominierten Umfeld aufzuwachsen.


In Bayern gab es im Jahr 2019 nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik unter allen Familien rund 20 Prozent Alleinerziehende, 84 Prozent der Alleinerziehenden waren Frauen (Stand: Januar 2021). Es kann passieren, dass Kinder von alleinerziehenden Müttern erst im Alter von zehn oder elf Jahren mit Eintritt in die fünfte Klasse auf männliche Bezugspersonen treffen. In Kindertageseinrichtungen sind 95 Prozent der Erzieher weiblich (Stand: März 2020). Ebenso sind in der Grundschule 93 Prozent der Lehrkräfte in Bayern weiblich (Stand: Oktober 2020).


Eine männliche Identifikationsfigur wäre für die Entwicklung einer stabilen, selbstbewussten Identität der Jungen von prägender Bedeutung und auch für die Entwicklung und Festigung der Identität bei Mädchen ist die Vaterfigur von hoher Wichtigkeit. Dementsprechend würde eine stärkere, personale Präsenz männlicher Erzieher und Lehrer in Kinderbetreuungseinrichtungen und Grundschulen eine sichere männliche Rollenfindung fördern.


Im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie soll daher berichtet werden, wie Hemmschwellen bei männlichen Bewerbern abgebaut und ein entsprechendes Umdenken in der Gesellschaft erreicht werden kann. Ziel soll sein, den Anteil an Männern in pädagogischen Berufen zu erhöhen.

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