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Anträge / Initiativen

Der Bayerische Landtag spricht sich dafür aus, die kriminalpolizeiliche Erfassung frauenfeindlicher Straftaten zu optimieren. Er fordert daher die Staatsregierung auf, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass eine noch transparentere Erfassung frauenfeindlicher Straftaten in den polizeilichen Statistiken realisiert wird. Sie wird weiterhin aufgefordert, dem Bayerischen Landtag über das Ergebnis ihrer Bemühungen schriftlich zu berichten.



Frauen werden in der analogen, aber zunehmend auch in der digitalen Welt mit Herabwürdigungen, Drohungen und Beleidigungen aufgrund ihres -Frau-Seins- konfrontiert. Dabei können aus Worten auch Gewalttaten werden.


Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) erfasst bereits statistisch und bundesweit einheitlich alle Straftaten, die gegen Frauen begangen werden, ohne jedoch umfassende Informationen zur Motivation der Täter zu geben.


Soweit es sich dabei um frauenfeindliche Straftaten handelt, also um Straftaten, bei denen in Würdigung der Umstände der Tat und/oder der Einstellung des Täters Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sie gegen Frauen aufgrund ihres Geschlechtes gerichtet sind, erfolgt die Erfassung darüber hinaus nach den bundesweit einheitlichen Richtlinien auch im Meldedienst in Fällen Politisch Motivierter Kriminalität (KPMD-PMK) im Themenfeld Hasskriminalität mit dem Unterthemenfeld -Geschlecht/Sexuelle Identität-.


 


Um der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung des Phänomens der frauenfeindlichen Kriminalität jedoch noch besser Rechnung tragen zu können, ist eine Prüfung erforderlich, wie solche Straftaten noch transparenzschaffender erfasst werden können.

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